KATHARINA GSÖLLPOINTNER
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Medienwissenschaft




Schnittstellen

Medienwissenschaft beobachtet Medien in unterschiedlichen Kontexten von Wirklichkeit, wobei Transdisziplinarität ein wesentliches
Merkmal von Medienforschung ist. Historisch leitet sich Medienwissenschaft aus der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
(mit Fokus auf Massenmedienforschung) und aus philologischen Fächern wie Sprach-, Literatur- oder Filmwissenschaft (mit Fokus
auf Mediennutzungs- und Medienwirkungsforschung) her.


Medienwissenschaft als transdisziplinäre Forschung siedelt sich heute vor allem an den Schnittstellen von Medienästhetik, Medien-
kompetenzforschung, Medienpädagogik, Medientechnologie und Medienökologie an. Die Methoden der Medienwissenschaft sind
ihrem jeweiligen Erkenntnisinteresse entsprechend zwischen hermeneutisch-textorientiert (kulturwissenschaftlich) und empirisch-
anwendungsorientiert (sozial- und naturwissenschaftlich) anzusiedeln.


Ästhetik

Mein Hauptinteresse als Medienwissenschafterin gilt den Schnittstellen von Medienästhetik, Medientheorie und Kommunikations-
forschung. Am Beispiel der Abbildung oben lässt sich verdeutlichen, an welchen thematischen „Interpunktionen“ Medienwissenschaft
ansetzen kann: Die unterschiedliche Medialität von Fotografie und Sprache; Die ästhetische Gestaltung von Texten; Kommunikation
über Kommunikation (FAQs zu Problemen der Postzustellung auf Tobago); Der Gebrauch von Public Space als Medium für
interpersonelle Kommunikation; Technologien des öffentlich-rechtlichen Informationswesens.



LITERATURTIPPS
Schrott, R. & Jacobs, A. (2011), Gehirn und Gedicht. Wie wir unsere Wirklichkeiten konstruieren. München: Hanser
Schnell, R. (Hg.) (2005), Wahrnehmung. Kognition. Ästhetik. Neurobiologie und Medienwissenschaften. Bielefeld: transcript