KATHARINA GSÖLLPOINTNER
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Kunstwissenschaft

Beobachtung von Kunst
Kunstwissenschaft umfasst die wissenschaftliche Beobachtung, Beschreibung und Interpretation des Systems Kunst und
seiner vielfältigen Aspekte, bei denen die Ästhetik (sinnliche Wahrnehmung) eine zentrale Rolle spielt.
Unter Kunst verstehe ich einerseits das soziale System, an dem AkteurInnen wie KünstlerInnen, GaleristInnen, KritikerInnen,
SammlerInnen und KunstvermittlerInnen beteiligt sind. Diese verwenden Kommunikationsinstrumente wie Kunstzeitschriften
oder Ausstellungen, um über Kunst zu kommunizieren. Museen, Galerien, Universitäten usw. fungieren als institutionelle
Organisationen dieses Systems.
Andererseits beobachte ich Kunst auch in Form der Kunstwerke, die als (ästhetische) Medienangebote innerhalb des Systems
beschrieben werden können. Über diese Medienangebote werden Diskurse (eben auch wissenschaftliche) geführt, bei denen
es um die Aktualisierung der Differenz von Kunst und Nicht-Kunst geht.
Medien der Kunst
Mein kunstwissenschaftlicher Schwerpunkt ist auf den Bereich der so genannten Medienkunst gerichtet. Bei der künstlerischen
Gestaltung mit elektronisch-digitalen Kommunikationstechnologien lässt sich die Funktion der Medien für Kunst besonders
gut beobachten.
Dieser Fokussierung auf die Medialität (die spezifischen Eigenschaften eines Mediums) von Kunst gilt mein besonderes Interesse:
Wie konstruieren die Wahrnehmungseigenschaften von Medien und Materialien (Technologien) die ästhetische Erscheinung eines
Kunstwerks mit? Welche Rolle für unsere Wahrnehmung des Kunstwerks spielt zum Beispiel der Sachverhalt, dass der Text der
o.a. Arbeit von Lawrence Weiner direkt auf die Ausstellungswand eines Museum gemalt worden ist?
LINK
sprachmedien.at (Multimediales interdisziplinäres Webprojekt)