KATHARINA GSÖLLPOINTNER
CV / LINKS / KONTAKT
MEDIEN / MEDIENKUNST / KUNST / KUNSTWISSENSCHAFT / WISSENSCHAFT / MEDIENWISSENSCHAFT
FORSCHUNG / LEHRE / VORTRÄGE / PUBLIKATIONEN / SEMINARE / COACHING
Kunst

Kunst als soziales System
Der Soziologe Niklas Luhmann hat in seiner Theorie der sozialen Systeme Kunst als ein funktional ausdifferenziertes Teilsystem
moderner Gesellschaften beschrieben. Neben Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Religion und anderen Teilsystemen zeichnet das
Kunstsystem bei Luhmann eine besondere Funktion in Hinsicht auf seine Leistung für die Gesamtgesellschaft aus. Es stellt das
einzige System dar, in dem all das möglich ist, was in anderen Teilsystemen aufgrund derer systemimmanenten Regeln unmöglich
ist. In anderen Worten: Kunst beobachtet die ”blinden Flecken” der anderen Systeme und eröffnet dadurch neue Wahrnehmungs-,
Handlungs- und Kommunikationsoptionen.
Kunst als ästhetisches System
Kunst - als Kunstwerk verstanden - kann aber auch als ästhetisches System beobachtet werden, das in einem zirkulären Prozess
an den Schnittstellen von Wahrnehmung, Kommunikation und Handlung konstruiert wird. Im Sinne von S.J. Schmidt ist sie dann ein
Kommunikationsangebot, das angenommen oder negiert werden kann.
Insofern sind Kunstwerke ”prozessuale Formen”, die durch ihre jeweils spezifische Medialität beeinflusst sind. Die (Selbst)Reflexivität
auf die medialen, technologischen, kulturellen und sozialen Voraussetzungen von Kunst lässt sich gut in der Medienkunst beobachten.
LINKS
Artnet (Online-Plattform mit aktuellen Informationen und einem Archiv über KünstlerInnen, Institutionen, Veranstaltungen)
e-flux (Online-Netzwerk von Kunstinstitutionen)
UbuWeb (”Let's face it, if we had to get permission from everyone on UbuWeb, there would be no UbuWeb.”)